Sicher arbeiten im Straßenverkehr

#mehrAchtung für Straßenwärter

Bei Hitze, Regen oder Schnee, zu jeder Tages- und Nachtzeit: Rund 30.000 Straßenwärterinnen und Straßenwärter halten täglich Deutschlands Straßennetz in Schuss und sorgen dafür, dass wir alle sicher ans Ziel kommen. Ihre eigene Sicherheit hängt dabei aber auch von anderen ab.

19.11.2025
Rückansicht eines Straßenwärters in oranger Warnschutzkleidung bei der Arbeit auf einer nassen Fahrbahn. Im Hintergrund ist eine Baustelle zu erahnen.

Straßenwärterinnen und Straßenwärter reparieren Schäden, sorgen für schnee- und frostfreie Fahrbahnen, kümmern sich um Grünanlagen und arbeiten an Wanderbaustellen – oft nur wenige Zentimeter vom fließenden Verkehr entfernt. Das Aufgabenspektrum der Straßenwärterinnen und Straßenwärter ist groß. Besonders herausfordernd ist beispielsweise die Arbeit an Wanderbaustellen, wo die Teams der Straßenmeistereien unmittelbar neben dem Verkehrsgeschehen agieren.

Was für viele Menschen selbstverständlich ist – eine intakte Verkehrsinfrastruktur –, ist für sie harte Arbeit unter fordernden Bedingungen, die Respekt verdient und vor allem eines braucht: Rücksichtnahme von allen, die auf der Straße unterwegs sind.

Bund, Länder und DVR: gemeinsam für mehr Sichtbarkeit

Genau hier setzt die neue Kampagne „#mehrAchtung für Straßenwärter“ an, die das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) e.V. ins Leben gerufen hat.

Das Ziel: mehr Rücksicht für die, die täglich für sichere Straßen sorgen. Damit wir alle gut ankommen.

Zum Start mit dabei sind acht Bundesländer, die die Botschaft in ihre Regionen tragen: Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein haben sich der Aktion angeschlossen.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder betont: „Straßenwärterinnen und Straßenwärter verdienen unseren größten Respekt. Sie setzen sich täglich für unsere Sicherheit im Straßenverkehr ein und arbeiten dabei dicht an Gefahrenstellen. Mit der Kampagne‚ #mehrAchtung für Straßenwärter‘ schärfen wir das Bewusstsein dafür, dass hinter jeder Baustelle oder gesicherten Unfallstelle Menschen stehen, für die umsichtiges und rücksichtsvolles Fahren absolut notwendig ist.“

Kampagnenmotiv der Verkehrssicherheitskampagne #mehrAchtung auf orangefarbenem Grund mit weißer Schrift und dem Kampagnenlogo als grafisches Element mit dem Text: „Du: kurz warten. Wir: Straße warten. #mehrAchtung für Straßenwärter.“
Rückansicht eines Straßenwärters in oranger Warnschutzkleidung bei der Arbeit auf einer nassen Fahrbahn. Im Hintergrund ist eine Baustelle zu erahnen.
Kampagnenmotiv der Verkehrssicherheitskampagne #mehrAchtung auf orangefarbenem Grund mit weißer Schrift und dem Kampagnenlogo als grafisches Element mit dem Text: „Sichere Straßen kommen nicht aus dem Nichts. #mehrAchtung für Straßenwärter.“
Rückansicht eines Straßenwärters in oranger Warnschutzkleidung bei der Arbeit auf einer nassen Fahrbahn. Im Hintergrund ist eine Baustelle zu erahnen.
Ein Straßenwärter in Warnkleidung sichert eine Baustelle auf einer Straße mit einem rot-weißen Leitkegel ab, während im Hintergrund der Verkehr vorbeifährt.
Kampagnenmotiv der Verkehrssicherheitskampagne #mehrAchtung auf orangefarbenem Grund mit weißer Schrift und dem Kampagnenlogo als grafisches Element mit dem Text: „Die wichtigste Leitplanke: Respekt. #mehrAchtung für Straßenwärter.“
Kampagnenmotiv der Verkehrssicherheitskampagne #mehrAchtung auf orangefarbenem Grund mit weißer Schrift und dem Kampagnenlogo als grafisches Element mit dem Text: „Ja, Stau kostet Lebenszeit. Unsichere Straßen allerdings auch. #mehrAchtung für Straßenwärter.“
Rückansicht eines Straßenwärters in oranger Warnschutzkleidung bei der Arbeit auf einer nassen Fahrbahn. Im Hintergrund ist eine Baustelle zu erahnen.
Kampagnenmotiv der Verkehrssicherheitskampagne #mehrAchtung auf orangefarbenem Grund mit weißer Schrift und dem Kampagnenlogo als grafisches Element mit dem Text: „Das Gestrüpp schneiden wir. Der Respekt darf wachsen. #mehrAchtung für Straßenwärter.“

Wie die Bundesländer die Kampagne zum Leben erwecken

Die Zusammenarbeit mit den Ländern macht den entscheidenden Unterschied, denn sie bringen die Kampagne dorthin, wo sie wirklich gesehen wird: auf die Straßen der Bundesrepublik und in die digitale Welt.

Auf ihren Social-Media-Kanälen verbreiten die Länder die Botschaften genau dort, wo sich Menschen täglich informieren und austauschen. Parallel dazu machen Banner, Fahrzeugbeklebungen und Plakate auf das wichtige Thema aufmerksam.

Auch die Fahrzeuge mancher Straßenmeistereien werden zu rollenden Botschaftern – beklebt mit den Kampagnenmotiven sind sie im Alltag nicht zu übersehen.

DVR-Präsident Manfred Wirsch erklärt: „Die Gefährdung von Straßenwärterinnen und Straßenwärtern ist ein ernstes Problem, das uns alle angeht. Nur durch gemeinsame Anstrengungen von Bund, Ländern und allen Verkehrsteilnehmenden können wir eine Kultur des Respekts und der Achtsamkeit schaffen. Diese Kampagne ist ein wichtiger Baustein für mehr Verkehrssicherheit und leistet einen wichtigen Beitrag zur Vision Zero.“

Nicht die erste Aktion – aber die erste in dieser Breite

Das Thema ist nicht neu für die Verkehrssicherheitsarbeit von BMV und DVR, denn schon 2022 rückte die „Runter vom Gas“-Aktion „Einsatzkräfte schützen“ die Sicherheit von Menschen in den Fokus, die im Straßenverkehr arbeiten – darunter auch Straßenwärterinnen und Straßenwärter. Damals sorgten 700 Plakatflächen an Autobahnen in Deutschland für Aufmerksamkeit.

Die aktuelle Kampagne geht jedoch deutlich darüber hinaus, denn durch die enge Zusammenarbeit mit den Bundesländern erreicht sie nicht nur Kfz-Fahrende auf Autobahnen, sondern auch Verkehrsteilnehmende in den Regionen – genau dort, wo die lokalen Straßenwärter-Teams im Einsatz sind.

Mehr als Kampagne: Was wirklich zählt

So wichtig Kampagnen sind – am Ende zählt, wie wir uns vor Ort verhalten. Immer dann, wenn wir an einer Baustelle vorbeikommen, an einer Absperrung oder an einem Einsatzfahrzeug mit Warnblinklicht, sind wir aufs Neue gefragt: Geschwindigkeit reduzieren, ausreichend Abstand halten. Denn im Straßenverkehr arbeiten Menschen und sorgen dafür, dass die Straßen sicher sind. Ihre Sicherheit hängt von unserem vorausschauenden und der Situation angepassten Verhalten ab.

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