Präventionspreis für mehr Sicherheit von Kindern

„Roter Ritter“ 2026: Jetzt bewerben!

Der Verein Aktion Kinder-Unfallhilfe zeichnet 2026 wieder Projekte aus, die die Verkehrssicherheit von Kindern stärken. Der „Rote Ritter“ sucht engagierte Kommunen, Vereine und Unternehmen. Bewerben Sie sich mit Ihren Ideen für sicherere Schulwege, bessere Sichtbarkeit und umsichtiges Verhalten!

02.06.2026
5 min Lesedauer

Der Präventionspreis „Roter Ritter“ der Aktion Kinder-Unfallhilfe zeichnet alle zwei Jahre herausragende Ideen und Projekte zur Verkehrssicherheitsarbeit für Kinder aus. Dr. Jan Zeibig, Vorstand der Aktion Kinder-Unfallhilfe, betont dessen besondere Bedeutung: „Für uns ist der ‚Rote Ritter‘ einzigartig, weil er die Schwächsten im Straßenverkehr in den Fokus rückt: unsere Kinder. Sie verdienen viel Aufmerksamkeit und Schutz.“ Der Verein möchte diese Projekte sichtbar machen, würdigen und andere zur Nachahmung anregen.

Warum der „Rote Ritter“ so wichtig ist: ein Preis für die kleinsten Verkehrsteilnehmenden

Wie Dr. Zeibig erläutert, bleibt die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr eine dauerhaft wichtige Aufgabe: „Immer wieder wachsen neue Kinder heran, der Verkehr wandelt sich. Jede neue Generation muss die Gefahren im Straßenverkehr erneut verstehen lernen.“ Zwar sind die Unfallzahlen im Laufe der vergangenen 20 Jahre gesunken, zuletzt stiegen sie jedoch wieder an. Unfallprävention spielt daher weiterhin eine entscheidende Rolle. Besonders relevant sind dabei Themen wie der tote Winkel, die Schulwegsicherheit und die Sichtbarkeit von Kindern im Straßenverkehr. Dazu zählen auch Initiativen, die Verkehrserziehung in Grundschulen leisten oder auf die Gefahren von Elterntaxis aufmerksam machen.

Die Aktion Kinder-Unfallhilfe finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Die Kravag-Versicherung unterstützt, indem sie sämtliche Verwaltungskosten übernimmt. So stellt der Verein sicher, dass jeder gespendete Euro direkt in die Projekte fließt. Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder.

Offen für jede gute Idee: der „Rote Ritter“ 2026

Die diesjährige Verleihung verzichtet bewusst auf ein thematisches Motto. „Wir machen das ausdrücklich nicht, um keine Bewerbungen auszuschließen“, betont Dr. Zeibig. Jede Initiative, die Unfallzahlen senkt und die Verkehrssicherheit erhöht, kann sich bewerben.

Wer kann sich für den „Roten Ritter“ bewerben?

Alle können ihre kreativen Ansätze einreichen: Einzelpersonen, Schulen, Verkehrswachten, Vereine, Polizeidienststellen oder Unternehmen. In einer Sonderkategorie gibt es auch dieses Jahr den Medienpreis für journalistische oder kommunikative Arbeiten – von Social-Media-Kampagnen bis hin zu Fernsehbeiträgen.

Preisträger 2024
Ein Mann mit dunkler Brille und grauem Haar im Anzug lächelt in die Kamera. Es ist Dr. Jan Zeibig, Vorstand der Aktion Kinder-Unfallhilfe e. V.
Dr. Jan Zeibig, Vorstand Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V., setzt sich für den Präventionspreis „Roter Ritter“ und Unfallprävention ein.

Dr. Zeibig erinnert sich beispielhaft an die kreative Aktion „Roter Teppich“, bei der Hamburger Schülerinnen und Schüler auf Gefahrenstellen aufmerksam machten. Auch das ausgezeichnete Projekt „Gemeinsam anders“ aus Mönchengladbach, das sich den speziellen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen mit Einschränkungen widmet, ist ihm im Gedächtnis geblieben und zeigt die Vielfalt der möglichen Ansätze.

Von der Idee zur Auszeichnung: Das erwartet Preisträgerinnen und Preisträger

Die Gewinnerinnen und Gewinner des „Roten Ritters“ erhalten nicht nur Anerkennung, sondern auch finanzielle Unterstützung. Insgesamt vergibt die Aktion Kinder-Unfallhilfe 20.000 Euro Preisgeld an fünf bis zehn Projekte. Hinzu kommt eine würdige Preisverleihung in der Elbphilharmonie. Ein besonderes Highlight: Bis zu drei Projekte werden professionell filmisch porträtiert. Diese Filme können die ausgezeichneten Projekte anschließend für ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen.

Mehr zum Roten Ritter: Erfahren Sie, wie Kinder im Straßenverkehr besser geschützt werden.

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Qualität und Relevanz: So arbeitet die Jury

Eine erfahrene Jury wählt die Gewinnerprojekte aus. Sie besteht aus Förderern und engagierten Fachleuten. Dazu zählen exponierte Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Verkehr, Medien und Berufsgenossenschaften sowie von Unternehmen. Auch Stefan Grieger, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), bringt seine Expertise ein. „Wir beurteilen die Projekte nach Realisierbarkeit und Effektivität“, so Dr. Zeibig. Die Jury prüft genau, ob eine eingereichte Idee nicht nur gut klingt, sondern auch wirklich praktikabel ist und der jeweiligen Zielgruppe entspricht. Es muss sich nicht um ein bereits abgeschlossenes Projekt handeln; auch überzeugende Ideen können prämiert werden.

So bewerben Sie sich für den „Roten Ritter“ 2026

Der Bewerbungsprozess ist unkompliziert. Auf der Webseite finden Interessierte ein Onlineformular, über das sie ihr Projekt samt ergänzender Dokumente, Fotos oder Presseartikel einreichen können. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2026.

Bisher haben sich über die Jahre verteilt knapp 500 Projekte für den Preis beworben, der nun zum achten Mal vergeben wird. Dr. Zeibig ermutigt alle potenziellen Bewerberprojekte: „Reichen Sie Ihre Idee ein – egal, wie groß oder klein.“ Er bittet auch alle, die von engagierten Projekten wissen, diese auf den „Roten Ritter“ aufmerksam zu machen. Denn der Preis stärkt nicht nur die ausgezeichneten Initiativen, sondern hat oft auch positive Auswirkungen auf deren weitere Unterstützung, wie die Erfahrung gezeigt hat.

Wichtige Termine für den „Roten Ritter“ 2026:

  • Bewerbungsschluss: 15. Juli 2026

  • Preisverleihung: 23. Oktober 2026

Miteinander für Verkehrssicherheit: Was alle tun können

Abschließend richtet Dr. Jan Zeibig einen wichtigen Appell an alle Verkehrsteilnehmenden: „Das Wichtigste ist die allgemeine Aufmerksamkeit. Man muss damit rechnen, dass Kinder sich falsch verhalten. Seien Sie rücksichtsvoll und verhalten Sie sich als Vorbild im Straßenverkehr.“

„Reichen Sie Ihre Idee ein – egal, wie groß oder klein.“

Dr. Zeibig

Gerade im Zeitdruck oder im Stau vergessen viele Verkehrsteilnehmende oft, auf Verkehrsschilder zu achten, beispielsweise an Schulen oder Kindergärten. Doch jede Maßnahme zur Unfallprävention zählt. Ein einziger schwerer Verkehrsunfall betrifft oft nicht nur die direkt Beteiligten, sondern bis zu 113 Personen im Umfeld – von den Rettungskräften bis zu den Familien und dem Freundeskreis. „Diese enorme Belastung sollten wir uns stets vor Augen halten“, so Dr. Zeibig.

Daher hilft jede Form von Präventionsarbeit, Kinder sicher durch den Straßenverkehr zu bringen. Handeln Sie jetzt! Ihre gute Idee kann einen Unterschied machen. Bewerben Sie sich für den „Roten Ritter“ 2026!

Bilder: Marco Grundt

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